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Bei Schwangeren ist Eisenmangel riskant  

26.06.11: Ein Eisenmangel während der Schwangerschaft ist mit vielfältigen Risiken für Mutter und Kind bis hin zum intrauterinen Fruchttod verbunden. Die rechtzeitige Behandlung mit Eisenpräparaten ist daher wichtig. Bei schwerem Mangel ist eine intravenöse Eisenzufuhr sinnvoll.  
 
Eisenmangel erhöht das Risiko für Früh- und Fehlgeburten.  
 
Bei Frauen sollte während der Schwangerschaft und im Wochenbett die Gefahr einer Anämie im Auge behalten werden, denn sie geht mit zahlreichen Risiken für Mutter und Kind einher. So ist bei den betroffenen Patientinnen die Rate der Früh- und Fehlgeburten, der Wachstumsretardierungen und des intrauterinen Fruchttodes, aber auch das Risiko für eine postpartale Depression erhöht.  
Professor Franz Kainer aus München sprach sich beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in München für ein Screening während der Schwangerschaft aus, bei dem nicht nur Hämoglobin, sondern auch Serum-Ferritin als Maß für das Depot-Eisen bestimmt werden sollte. Liegt der Hb-Wert bei einer Schwangeren < 11 g/dl und der Serumferritinwert < 30 μg/l, ist aus seiner Sicht eine effiziente Therapie indiziert.  
Die intravenöse Applikation von Eisen, zum Beispiel in Form von Ferinject® (Eisen(III)-hydroxid-Polymaltose-Komplex), wird empfohlen, wenn der Hb-Wert unter 9 g/dl und der Ferritinwert unter 12 μg/l liegt.  
Ein Ferritinwert unter 12 μg/l sei ein klarer Hinweis auf entleerte Eisenspeicher, sagte der Experte. Eine orale Eisentherapie sei in diesem Fall fehl am Platz, da diese die Eisenspeicher nicht mehr auffüllen könne.  
Der Münchner Experte verwies dabei auf eine Untersuchung, in der die Wirkung von oral appliziertem Eisensulfat und i.v. appliziertem Eisen(III)-hydroxid-Polymaltose-Komplex auf den Ferritin-Wert verglichen wurde. Innerhalb von 42 Tagen konnten die Eisenspeicher mittels intravenöser Eisengabe wieder aufgefüllt werden, nicht dagegen durch oral zugeführtes Eisen.  
Eine Anämiediagnostik sollte auch bei allen Wöchnerinnen innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Geburt erfolgen. Hier wird eine intravenöse Eisengabe bei einem Hb-Wert unter 8 g/dl empfohlen  

 

Dr. med. Franz Krupar | Adolf-Schmetzer-Str. 30 | 93055 Regensburg | Fon: 0941/793061 | Fax: 0941/794758 | mail
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